warum hasst du dich so?

June 29th, 2006

Warum hasst Du Dich so?
Was hast Du Dir getan,
um Dich mit solchen Worten zu strafen?

Warum hasst Du Dich so,
was ist denn passiert,
mit dem Mädchen, das Du warst,
als wir uns trafen?

Warum hasst Du Dich so,
was traf Dich so hart
Und ließ Dich für Dich nichts mehr spüren?

Warum hasst Du Dich so
und was kann ich tun,
um Dich wieder aus der Schwärze zu führen?

Warum hasst Du dich so?
Warum und wofür -
warum strafst Du Dich anstatt ihnen?

Warum hasst Du Dich so,
was kannst Du dafür,
dass sie Dir als Freunde erschienen?

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wiedergefunden in den weiten meiner sammlung…leider ohne Datum // wahrscheinlich 2oo2

June 28th, 2006

Warum seid ihr denn zusammen?
- Nun, weil wir uns lieben.
- Eine solch ungewöhnliche Antwort habe ich schon lange nicht mehr gehört!

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[ohne worte.]

bitte festnehmen

June 28th, 2006

Ich bin ein Terrorist. Bitte nehmen Sie mich fest. Sofort. Ich bin gefährlich. Ich schaffe 150 Anschläge - pro Minute. Und ich überlebe sie alle. Und da gibt es noch viel Schlimmere in meinem Clan. Die werden professionell ausgebildet und schaffen 600 Anschläge - pro Minute. Bitte nehmen Sie uns fest. Wir sind Terroristen. Unsere Waffe ist das Wort. Unser Werkzeug die Tastatur.

ist das so…?

June 27th, 2006

Leben ist das, was nur in der Erinnerung existiert.

 

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[f. scott fitzgerald -wenn ich nicht irre]

bitte erfinden die erste

June 26th, 2006

Da uns in unserer Luxusgesellschaft eigentlich nichts fehlt, wünsche ich mir von all den Erfindern und Forschern jetzt einfach mal etwas dekadentes: Könnt ihr nicht mal Kopfhörer erfinden, die sich nicht sofort verknoten und verflusen, sobald man sie irgendwo ablegt?!

Jedes Mal verzweifeltes Wirschen und Auseinandertroddeln, was das an Lebenszeit und Nerven kostet.

who wants to live forever?

June 26th, 2006

Der anscheinend schlauste Bär der Welt ist tot. Erschossen - kaum dass das Abschussverbot aufgehoben wurde. Zufall? Wer kann das schon genau sagen.

Aber es erscheint doch erstaunlich, welch Hype und sicherlich auch welche Inszenierung um den Braunbär gemacht wurde. Da wurde dem armen Wanderer tatsächlich Absicht unterstellt, wenn er auf seinem Weg an Dörfern vorbei kam. Die Medien belegen Bruno nicht nur mit einem Namen, sondern auch mit Attributen wie “dreist” und “gerissen”. Weil er “seelenruhig” durch bayerische Orte spazierte. Was sollte er tun? Bei der deutschen Besiedlungsdichte ist es für ihn wohl schier unmöglich gewesen, solche Gefahrenzonen zu umgehen.

Doch wer war nun eigentlich gefährdet?! Da werden tote Schafe gefunden, die Bruno gerissen haben soll. Warum hat er sie dann nicht auch verspeist?! Und während der ganzen Aufenthaltsdauer waren solche Vorfälle doch eher selten. Was daraufhin deutet, dass der Bär sich wohl vor allem im Wald sein Futter beschafft hat. Wo war also die Bedrohung für die Menschen?

Hat er einen von ihnen angegriffen? Wie mir dünkt nein. Da werden viel mehr Menschen von ihrem vermeintlich besten Freund Hund angegriffen, verletzt, getötet. Der Braunbär lief hingegen einfach vor sich hin. Aber eben in Bayern. Und das passte vielen nicht. Wurde früher stets bemängelt, dass in Deutschland weder Bären und Wölfe zuhause sind, scheint der Fall Bruno eindeutig zu erklären, warum. Sie sind hier unerwünscht. “Bären und Wölfe müssen leider draußen bleiben!“.

Nur schade, dass diese Tiere weder Grenzsteine noch Schilder lesen können. Was, wenn Bruno nun Brunhilde und Bernd folgen?! Werden alle folgenden Bären das gleiche Schicksal erleiden müssen?! Warum setzt man finnische Spezialhunde ein, die sich hier die Lunge aus dem Leib hecheln müssen, weil Deutschland kurzzeitig der subtropischen Klimazone angegliedert wurde, wenn man den Bären doch eigentlich nur erschießen will?! Wozu all die Inszenierung?!

Oder scheint es nur paradox, dass der Bär wenige Sekunden nach Aushebung des Abschussverbotes erlegt wurde. Der “dreiste” Bruno, der vier oder noch mehr Wochen “entkam”, “entwischte”. Ob jemals die Absicht bestand, Bruno das Leben zu retten, um das derer, die er stets in Ruhe ließ präventiv zu schützen, kann wohl nicht geklärt werden. Es bleibt zumindest fraglich. Und Bruno bleibt tot. No-Go-Area umgedacht. Die Welt zu Gast bei Freunden!?

guten tag

June 26th, 2006

Guten Tag liebe Passanten, liebe Kommilitonen und Freunde,
ich gebe zu, ich habe mein T-Shirt heute vielleicht nicht allzu clever gewählt. Weil ich einfach zu kopflos entscheide. Mir war eben nach türkis. Weils doch draußen schön ist. Und da muss man sich auch anpassen. Aber ich wollte niemanden provozieren.

Ja, ich weiß, dass da “Argentina” und eine passende Flagge ist. So what? Es ist kein blau-weiß gestreiftes Shirt, keine mürrisch drein schauende Sonne, keine “Fußball-Nummer” hinten drauf. Wie bitte kommt ihr darauf, dass ich hier irgendjemanden provozieren will?

Vielleicht trage ich das Nationaltrikot der Murmelmannschaft, der Caster oder der Segler - ein Fußball-Trikot ist es jedenfalls nicht. Und ja - es ist tatsächlich so, dass man etwas unfußballerisch-politisches anziehen, sagen oder denken kann. In den Besitz dieses T-Shirts gelangte ich, als ich noch überhaupt nicht an die WM dachte. Damit bin ich vielleicht allein. Aber ich sehe es nicht ein, es nicht völlig kopflos und unbedacht anziehen zu dürfen. Es gefällt mir eben.

Einfach so. Egal, ob Argentinien am Freitag gegen Deutschland verliert oder - was überaus wahrscheinlicher erscheint - gewinnt: ich lasse mir mein türkises T-Shirt nicht verbieten. Es ist mir egal, ob man mich am Freitag auslacht oder beschimpft. Ich habe keinerlei fußballerischen Hintergedanken. Tut mir leid. Falls Argentinien Weltmeister werden sollte, werde ich auch nicht “Weltmeister 06″ hinzudrucken lassen. Versprochen.

Muss allerdings sagen, dass die deutschen Fans wirklich recht amüsant kreativ sind: “Geh-Heim-Favorit” ist wirklich ein toller Neologismus, den man universell einsetzen kann und der sicherlich - zumindest in meinem Wortschatz - den Fußball-Rausch überleben wird. “Freunde zu Gast beim Weltmeister” ist auch recht nett, auch wenn hier wohl eher der Wunsch Vater des Gedanken war.

gewalt den gewalttätigen?

June 26th, 2006

Am Samstag in einem Dorf-Schwimmbad gewesen. Weil Beach-Volleyball angesetzt war. Und weil die Sonne brav schien. Nach einer kuriosen Fahrt über asphaltierte Ein-Auto-Kurven-Wege (die gelben im Auto-Atlas), die beinahe im Misthaufen geendet hätte; also auf frisch gemähter Wiese liegen, Volleyball spielen und Volleyball gucken oder ins Wasser gehen (behutsam natürlich, der Körper weigert sich strikt gegen Wasser unter 25°C).

So weit, so gut. Bis sich komische Dorf-Gestalten bemerkbar machen. Mit mehr als eindeutigen Sprüchen und Zeichen auf ihren T-Shirts und dem Braunen in der Hand, stehen sie vor dem Fernseher, der das Achtelfinale Deutschland-Schweden übertragen soll: zwei Glatzen. Nazis. Der Wirt der portablen Bad-Mini-Kneipe nahm keinen Anstoß. Wir murmelten auf unseren Bier-Bänken vor uns hin: Was tun?

Es schien nur zwei extreme Möglichkeiten zu geben: Ignorieren oder Zusammenschlagen. Ersteres wog schwer auf dem Gewissen und wollte sich nicht so recht mit der eigenen Gesinnung arrangieren. Zweiteres schien zunächst attraktiv, aber auf den zweiten Blick auch keine Lösung zu sein. Gewalt den Gewalttätigen? Was sollte das bringen? Dass die Nazis auch noch die Möglichkeit hatten, sich als Opfer aufzuspielen?

Doch alles andere schien auszuscheiden. Belehrungsversuche oder spitze Kommentare hätten genauso zum Zusammenschlagen geführt. Nur, dass diesmal die anderen angefangen hätten. Musste mich sehr zusammeneißen, ihnen nach ihren Jubelrufen in der 4. und 12. Minute nicht darzulegen, dass sie gerade jemandem zujubelten, der für Otto-Normal-Verbraucher zwar Deutscher, ihrer Gesinnung nach aber immer und immer Pole sei. Was würde das nutzen?

So blieb es bei minimaler Missbilligungsbekundung: Ignorieren und ärzte-T-Shirt tragen. Dafür bekommt man immerhin beim Toilettengang schon den Weg versperrt. Anrempeln? Lieber nicht! Gewalt den Gewalttätigen? Herunterstellung auf die gleiche Stufe!

Doch warum sie vom örtlichen Personal toleriert und fast freundschaftlich behandelt werden, bleibt ein Rätsel. Wahrscheinlich ist sie doch öfter vorhanden als man denkt: die Kluft zwischen “städtischem” und “ländlichem” Denken. Wie traurig.

wieder hier

June 23rd, 2006

Nach einiger Abwesenheit wieder in meiner eigentlichen Heimat angelangt und was muss ich da finden? Wo sind all die Bäume an der Schwanseestraße? Wo sind die faulen Eier am eigenartig geformten Uni-Gebäude an der Steubenstraße?! Weg natürlich. W-E-G. An ihrer Stelle: Baustelle und graue Fläche. Staub und Grau. Dabei hatte die Uni doch versprochen das Kunstwerk eines Unbekannten an dem herausragenden eklig Durchschnittsgrau angepinselten Quader (schließlich haben wir nicht umsonst eine Bauhaus-Uni für Architektur) nicht anzurühren.

Aber alles scheint wie immer: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Mich kümmert es. Waren die weißen und roten Kleckse auf grauem Grund doch wie die täglichen kleinen Wunder im stumpfsinnigen Einheitsgrau. Wir versuchen ihm mit den Farben zu entfliehen, doch immer kommt jemand, der alles überstreicht und wieder einhüllt.

Staub und Grau. Die Stadt lebt, weil sie das Erbe der beiden größten deutschen Dichter bürgt. Doch die sind lange tot. nd Nachfolger gibt es nicht. Nur Graumaler und Staubaufwirbler. Bäumetöter und Nachlassverwalter. Und die Museen werden geschlossen. Nach und nach. Die Bibliothek brennt. Bücher von unschätzbarem Wert gehen verloren. Die Verantwortlichen sehen zu und machen mit. Brandursache ungeklärt. Ein dicker Stempel auf das eigene Todesurteil. Was sollen wir noch anfangen, mit dem Grau und dem Staub, wenn wir Goethe und Schiller ein zweites Mal töten? Und uns gleich dazu. Salve.

eisvögel/perlentaucher (ein traum)

June 23rd, 2006

IWENN DAS EIS BRICHT…
…TAUCHE ICH HINAB UND SUCHE DICH…
WENN DAS EIS BRICHT…
…HABE ICH ANGST ICH VERIRRE MICH…
WENN DAS EIS BRICHT…
…SUCHE ICH DEINE UNTERWASSERWELT…
WENN DAS EIS BRICHT…
…SUCHE ICH ETWAS DAS MICH AM LEBEN HÄLT…WENN DAS EIS BRICHT…
…GIBT ES KEIN LICHT…
WENN DAS EIS BRICHT…
…FINDE ICH DICH NICHT…
WENN DAS EIS BRICHT…
…TREIBE ICH WEG…
WENN DAS EIS BRICHT…
…VERKRIECHE ICH MICH IN MEINEM VERSTECK…

WENN DAS EIS BRICHT…
…ERTRINKE ICH…
WENN DAS EIS BRICHT…
…ERTRINKE ICH…

und so kroch sie nach oben
war erfroren
in ihrer eigenen erkenntnis
voller schmerz glaubte sie
das in dieser welt
kein platz für sie ist…

und sie dachte sie würde nie
die perlen finden
von denen sie träumte
und sie konnte nicht mehr tauchen
weil sie ebendiesen traum
zu leben versäumte…

II

ICH STEHE AUF DEM EIS…
…TRAU MICH NICHT MEHR ZU SUCHEN…
ICH STEHE AUF DEM EIS…
…BEGINNE MEINE ANGST ZU VERFLUCHEN…
ICH STEHE AUF DEM EIS…
…VERZWEIFLE IN ALLER STILLE…
ICH STEHE AUF DEM EIS…
…IN EINER LÄCHELNDEN HÜLLE…

ICH STEHE AUF DEM EIS…
…ES IST SPIEGELGLATT…
ICH STEHE AUF DEM EIS…
…PLÖTZLICH SCHIMMERT ETWAS MATT…
ICH STEHE AUF DEM EIS…
…FÜHL MICH WEIT WEG VON DIR…
ICH STEHE AUF DEM EIS…
…UND DU BIST AUCH HIER…

ICH STEHE AUF DEM EIS…
…SEHE DICH UND BIN ERFROREN…
ICH STEHE AUF DEM EIS…
…SEHE DICH UND BIN ERFROREN…

beiden war es kalt
sie hatten angst
ihre verstecke zu verlassen
um am ende des versuches
vielleicht nur erneut zu beginnen
sich für ihre vergangenen chancen zu hassen…

doch sie kamen zusammen
um einander zu wärmen
und sich gemeinsam eine welt zu bauen
sie nahmen die angst des anderen
und begannen - obwohl voller fragen
sich ihrer träume anzuvertrauen…

III

WIR FLIEGEN…
…WIE EISVÖGEL, HINAUF, ZUM LICHT…
WIR FLIEGEN…
…UNSERE SEELEN, BEIEINANDER, GANZ DICHT…
WIR FLIEGEN…
…UM UNSEREN SINN ZU SUCHEN…
WIR FLIEGEN…
…UM EINANDER INS LEBEN ZU RUFEN…

WIR FLIEGEN…
…TRAGEN UNSERE WELT AUF DEN SCHWINGEN…
WIR FLIEGEN…
…UM VON GEMEINSAMEN TRÄUMEN ZU SINGEN…
WIR FLIEGEN…
…WOLLEN UNS GEGENSEITIG HALTEN…
WIR FLIEGEN…
…UND NIEMALS MEHR IN DER EINSAMKEIT ERKALTEN…

WIR FLIEGEN…
…HINEIN INS LEBEN…
…EIS SOLL ES KEINS MEHR GEBEN…
WIR FLIEGEN…
…HINEIN IN UNSER LEBEN…
…ES WIRD KEIN EIS MEHR GEBEN…

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miss you my dear, aber bald ist meine liebe m. wieder zurück von der weiten welt.