konkurrenz

July 31st, 2006

Kannst Du hier stehen
Ohne unterzugehen
Niemals selbst sich verachtet
Kurz die Sonne betrachtet
Unter Druck sollst Du stehen
Rücken darfst Du nie sehen
Rauf Dich wieder zusammen
Erst ans Ziel nur gelangen
Nicht stehen mehr bleiben
Zweifel im Kopf zerreiben

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31.07.06 (C) lebenslinien

schreibblockade

July 30th, 2006

Mit dem Schreiben ist es ganz anders als mit dem Fahrrad fahren. Letzteres lernt man irgendwann, anfangs mit Festhalten, später mit Stützrädern, dann ganz ohne. Gut, schreiben lernt man auch irgendwann. Aber ich meine nicht das Produzieren zusammenhängender und erkennbarer Buchstabenkombinationen mithilfe eines tinteverteilenden Schreibgerätes. Das lernt man auch. Erst mit dreistrichigen Linien, dann mit zweistrichigen Balken, dann nur noch ein Strich.

Später schreibt man auch Layout-Gründen lieber auf kariert. Letztlich aus Revoluzzer-Gründen auf komplett weiß. Wegen der freien Entfaltung und so. Das Schreiben meine ich nicht. Auch noch das blinde Auf-die-Tastatur-Hämmern zum selben Buchstaben-Kombinations-Zweck wie ursprünglich. Hier kommt die Tinte nicht immer zum Einsatz - und nur auf Knopfdruck. Auch auf komplett weißem Papier. Was aber eher daran liegt, dass der Drucker prinzipiell gerade drucken kann.

Das Schreiben das ich meine bedingt erst einmal sinnvolle Wort-Kombinationen im Kopf mithilfe von Synapsenverbindungen. Auch das sollte man irgendwann mal lernen. Aber im Gegensatz zum Fahrrad fahren scheint man es innerhalb weniger Tage zu verlernen. Oder sagen wir: zu verlangsamen, auszusetzen. Der creative flow verflowt sich zu Luft. Der Gedankenstau in den Synapsen kann nur schwerlich aufgelöst werden. Weder mit Aspirin, mit Nestlé LC1 oder gar Zitronensaft (obwohl man damit sonst fast alles wieder hinbekommt). Es hängt einfach im Kopf.

Schriftsteller kriegen schon vom reinen Nennen dieses Wortes Migräne und Sinnkrisen: Schreibblockade. Man ist nicht plötzlich weniger kreativ, nur das Abrufen funktioniert nicht mehr. Das passiert meistens in Sommerpausen oder anderen kreativen Ausruhphasen. Oder auch Zwangspausen aufgrund von Serverausfällen nach Stromausfällen. Wie bei diesem Blog-Anbieter. Natürlich kann man das alles auch in sein word tackern - oder gar auf ein weißes Blatt Papier. Aber das habe ich anscheinend auch schon verlernt - oder mir fehlt einfach die Motivation.

Allerdings kenne ich ja auch schon die Lösung. Schließlich muss man den Knoten im Nervenkanal auflösen, indem man Gedanken entzieht. Einfach mal in die Tasten hämmern und hoffen, dass etwas Brauchbares herauskommt. Ist dies der Fall, ist auch alles beim Alten. Brav reihen sich die Gedanken wieder hintereinander auf und warten bis sie aufgeschrieben werden - zumindest, wenn dies alle 24 Stunden wenigstens einmal passiert.

Das eben war so eine Knotenlösung. Auf auf zum fröhlichen Niederschreiben. Bis zum nächsten Stromausfall - oder meinem verdienten Sommerurlaub.

schönheit

July 30th, 2006

Schönheit ist die Ewigkeit, die sich in einem Spiegel anblickt.

[Kahlil Gibran]

mini-sommerpause

July 24th, 2006

Unser Sommer ist nur ein grün angestrichener Winter.

[h.heine]

Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.

[m.twain]

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die Semesterferien haben mich heimkehren lassen. Und dann gibt es ein paar Tage nur Sonne, Freunde und Gedankenaustausch.
Heute Abend Willkommen und Abschied. Eine lange Rückkehr nach Deutschland und eine ebensolche Abkehr von ihm.
Doch Sommer ist da. Und die Worte in meinem Kopf müssen ein paar Tage anstauen, bevor sie sich wieder hier ausbreiten.
Vielleicht schon morgen, vielleicht am Freitag. Aber sicher noch diese Woche. Summer is calling - answer!

das alte stürzt

July 21st, 2006

…es ändert sich die Zeit
und neues Leben blüht aus den Ruinen.

[friedrich von schiller]



alpha-konstanten

July 21st, 2006

Einige Konstanten sind mitunter gar nicht so konstant, wie uns die Physiker das immer weis machen wollen. Klingt komisch, ist aber so.
Nachzulesen/-hören bei Deutschlandfunk-forschung aktuell.

Dort hört/liest man unter anderem folgendes:

Die fundamentale Konstante “Alpha” hat sich in den vergangenen zehn Milliarden Jahren um etwa ein Hunderttausendstel erhöht. Die Zahl Alpha beeinflusst, welche Farbe von Licht Atome ausstrahlen und wie stark chemische Bindungen sind. Auch eine winzige Änderung von Alpha bedeute eine kosmologische Revolution, sagt der Physiker Victor Flambaum von der University of New South Wales im australischen Sydney.

Ändern sich die Naturkonstanten, so würde dies das so genannte “Fine-Tuning”-Problem des Universums lösen: Hätten die fundamentalen Zahlen nicht auf viele Nachkommastellen genau ihre heutigen Werte, gäbe es überhaupt keine Menschen, die sich über die Naturkonstanten den Kopf zerbrechen könnten. Wäre etwa die starke Kernkraft, die die Atomkerne zusammenhält, nur um ein Promill kleiner oder größer, hätte sich kein Kohlenstoff bilden können und damit kein organisches Leben.

Das heißt im Klartext, dass wir nicht mehr nur noch von Gott und dem Zufall, sondern jetzt auch noch von den Naturkonstanten abhängig sind, die sich alle paar Millionen Jahre eventuell so verändern, dass kein organisches Leben mehr möglich ist, die Zeit rückwärts läuft, die Sonne verglüht, die Erde auch, der Mond die Umlaufbahn wechselt, die Weltbevölkerung schrumpft, Diamant schmilzt oder Wasser schwarz wird.

Vor allem aber beweisen die inkonstanten Konstanten, dass man der Wissenschaft genauso viel glauben kann, wie der Kirche. Beide biegen sich ihre Realität zurecht, die einen anhand der Bibel, die anderen anhand von Theorien. Und wenn etwas nicht passt, wird gehobelt, gebohrt, angepasst, verbrannt und verboten bis alles wieder halbwegs passt.

So ergeht es jetzt auch den werten Atomforschern. Die müssen sich nämlich jetzt die Inkonstanz genauer ansehen und eine neue Theorie aufbauen, die das untermauert, was man jetzt weiß. Man kann dann natürlich auch eindeutig ausrechnen, dass die Naturkonstanten gar nicht konstant sein können. Genauso wie man vorher genau das Gegenteil beweisen konnte. Und wie bei manchen Rechnungen 1 + 1 drei ergeben kann.

Die Wissenschaft ist also, wie alles andere auch, ein großer Modellbaukasten, aus dem sich jeder seine Lieblingsbestandteile herauskramt und möglichst stabil zusammen setzt. Wenn dann mal eine Konstruktion einfällt, wird das Versager-Teil durch ein neues ersetzt. Wie im Alltag auch. Neuer Mann, neues Auto, neue Prüfung, neue Schuhe, neue Minister, neue Skandale, neue Steuern, neue Spül-Tabs.Und alpha lacht sich ins Fäustchen. Genauso wie gamma, eventuell, wer weiß das schon so genau.

eine alte freundin ist gegangen

July 21st, 2006

Sophie ist tot. Sie starb gestern in der Mittagszeit. Und ich konnte ihr nicht die Hand halten. Konnte sie nicht zu Grabe tragen. Jetzt ist es zu spät. Sogar ihren Namen hat man ihr schon geraubt. Jetzt steht sie blind und nackt an der Straße.

Sophie ist tot. Ich dachte gleich daran, als ich aufwachte. Schließlich war Sophie nicht irgendwer. Wir kennen uns seit neun Jahren, und acht davon hat sie mich tagtäglich begleitet. Sie hat mir viel beigebracht und ist so etwas wie eine Freundin geworden. Schließlich bin ich an ihrer Seite aufgewachsen, groß geworden.

Letztes Jahr musste ich sie verlassen - und da wussten wir alle schon, dass sie nur noch ein Jahr zu leben hat. Jetzt ist Sophie tot. Und mit ihr stirbt ein Ort der Identifikation, der Zugehörigkeit, der Erinnerungen. Sie alle bleiben in ihr, doch es ist niemand mehr da, der sich ihrer erinnert. Und wir wandeln an ihr vorbei, denken daran, was wir alles mit unserer Sophie erlebt haben. Aber es richtig nach empfinden können wir es nicht mehr.

Sicher trägt man sie im Herzen weiter. Die Schule, die einen zum Abitur geführt hat. In der man unzählige Aufgaben und Hürden meisterte, für die man bei Wettkämpfen antrat, deren Namen man stolz auf dem Rücken zweier T-Shirts trägt.

Sie musste für eine politische Sache sterben - wie so oft. Bereits 1993 wurde ihr Tod vorgezeichnet. Der eigentlich erfolgreiche Schulverbund mit dem Nachbarort Buttelstedt wurde aufgelöst. Der Geburtenrückgang erfasste auch das erwürdige 1888 fertiggestellte Gebäude, der aufgelöste Verbund vergrößerte das Dilemma. Und die Stadt dachte immer lauter über Schulschließungen und -zusammenlegungen nach. Von Anfang an war klar: es kann nur zwei treffen.

Es hat diese beiden getroffen. Sie werden geschlossen und als neue Schule fusioniert. Das Humboldt-Gymnasium findet seinen Platz jedoch am Ort des alten Fallersleben-Gymnasiums, weswegen sich dessen Schüler dort schneller wohlfühlen. Für sie ist der Standort kein Problem. Für Personen, die vielleicht von außerhalb kommen schon.

Unser zentraler Standort wurde aufgegeben und gegen einen in der Westvorstadt eingetauscht. Viele 10+ -Jährige müssen jetzt umsteigen und einen Schulweg durch die nicht gerade ruhmreichste Wohngegend hinnehmen. Weil es für das bilinguale (an diesem Gymnasium kann das Abitur in einigen Fächern auf Französisch absolviert werden), zusammen mit dem Westvorstadtstandort kann EU-Gelder bringen. Eine Tatsache, die dem logistisch besseren - und vor allem kinderfreundlicheren Standort - den Todesstoß versetzte.

Aber andere hatten schon lange die günstige Lage des Gebäudes erkannt und suchte zudem schon seit geraumer Zeit eine passende Bleibe. Nun haben die Berufsschulen eine solche gefunden. Natürlich nicht zufällig - und auch nicht erst seit gestern.

16+ -jährige Berufsschüler müssen schließlich ihr Moped und Auto zentral parken können. Für sie wäre daher das andere potentiell-freiwerdende Gebäude nicht infrage gekommen.

So musste also Sophie sterben. Verloren geht eine Schule, die weniger nach Prestige und Rang urteilte, als vielmehr nach dem jeweiligen Charakter eines Schülers. Die ohne In-Vordergrund-Drängen und Andere-Schulen-Zerreden auskam, die Charakter bewies und vieles zustande brachte.

Eine Sophie, die sehbehinderte und “normale” Kinder zusammen lernen ließ und somit ein Stück Integrationsarbeit leistete. Eine Sophie, die sich traute, anti-rechte Plakate in ihre Schulfenster zu hängen, um gegen eine Nazi-Demonstation zu demonstrieren - und gegen die das Schulamt daraufhin vorging. Eine Sophie, die Charaktere schliff und selbst der Diamant war.

was soll man tun…-?

July 17th, 2006

Die Lage im Nahen Osten spitzt sich zu. Die G8-Staaten haben eine gemeinsame Stellungnahme verfasst und fordern einen Stabilisierungseinsatz von UNO-Truppen.

Die syrische Armee steht in den Startlöchern und rechnet jederzeit mit einem Angriff Israels. Während diese weiterhin hart gegen den Libanon vorgehen und selbst viele Todesopfer beklagen müssen.

Was ist nur in sie alle gefahren? Ist der Konflikt zwischen Israel und Palästina nicht schon genug? Ich dachte, sie hätten es endlich begriffen. Dass mit Frieden und Akzeptanz und so. Alles schien in die Wege geleitet. Der Abzug aus dem Gaza-Streifen wurde auch gegen militante Bürger durchgesetzt. Doch dann viel Sharon ins Koma, gewann die Hamas die Wahlen. Alles fing von vorn an.
Und findet jetzt seine Potenzierung.

Und wie soll ich jetzt bitte einen guten Freund davon überzeugen, nicht nach Tel-Aviv zu ziehen? Darf ich das überhaupt? Kann ich das? Seine Pläne schmiedete er in der friedlicheren Zeit. Und jetzt? Ist sein jüdischer Glauben stärker, als die Angst um sein Leben?

Kann man momentan mit auch nur einem Quäntchen Verstand nach Israel einreisen? Noch vor zwei Jahren hat er versprochen, niemals dorthin zu ziehen. Doch seitdem hat sich vieles verändert. Weder Deutschland noch Griechenland, in dem er viele Jahre lebte, können ihm ein richtiges Zugehörigkeitsgefühl geben.

Aber wird er überhaupt Zeit finden, sich in diesem Land einzurichten? Wenn er ständig Angst haben muss, erschossen oder in die Luft gesprengt zu werden? Wie nur soll man ihn von seinen Plänen abbringen? Und ist es nicht infam, sich überhaupt einzumischen. Schließlich sind wir alle erwachsen. Zumindest ein bisschen. Genug, um über unser Leben zu entscheiden.Doch entscheidet in Israel nicht der Krieg statt seiner über sein Leben?

entschwärze dich

July 16th, 2006

Wisch das Schwarz aus dem Gesicht
Sorgenfalten stehen ihm nicht
Hör’ doch wieder richtig hin
fang an wieder neu zu beginn’
in Seelen spiegelt sich das Licht

Nimm Deinen Finger aus der Wunde
zerred Dich nicht Stunde für Stunde
Sieh’ doch wieder richtig hin
fang’ an wieder neu zu beginn’
die Sonne geht die alte Runde

Zieh die Laken von deinem Geist
leben ist doch, was Du weißt
fühl’ doch wieder richtig hin
fang’ an wieder neu zu beginn’
im Blut das Glücke stetig reist

Dein Herz ist jung,
Dein Kopf vergreist
Verrat ihm, was
sich wundern heißt.

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[16.07.06] (C) lebenslinien

was ist das denn - liebe?

July 16th, 2006

Du hast Dich einmal in mich verliebt - Du wirst es auch ein zweites Mal tun.

[k3- kripo hamburg]

Sehr interessante Hypothese. Wenn eine Amnesie alle Erinnerungen und Gefühle auslöscht, würde man sich trotzdem wieder in dieselbe Person verlieben? Würde man wieder die gleichen Lieblingsautoren haben, die selben Eissorten gern essen? Könnte man noch Auto fahren und das kleine Einmal-Eins aufsagen? Und wem würde man im Zweifelsfall glauben, wenn das eigene Gedächtnis nicht mehr funktioniert? Wen würde man lieben? Und würde es eine Liebe ertragen, wenn einer ständig mehr wüsste, länger geliebt hätte als der andere?!

Wir möchten gerne glauben, dass es Liebe ist, aber aus soziologischer Sicht werden Ehen aus strukturellen Zwangsläufigkeiten geschlossen.

[bernd wegener]

So ist das also. All die Schmetterlinge, die feuchten Hände, die Laberattacken, die Stunden vorm Spiegel, die vollgekritzelten Heftränder, die ausgerechneten Liebesquotienten, die eingehenden Horoskopvergleiche, die selbst zusammengebauten Liebeslieder-Scheiben, die versagende Stimme, die schlaflosen Nächte und verträumten Tage - das alles sind nur strukturelle Zwangsläufigkeiten. Unser Leben läuft aus dem Ruder, weil uns jemand begegnet, der genau das soziale, ökonomische und kulturelle Kapital hat, dass uns gefällt, weil er unserer Schicht angehört und wir zudem auch noch all die Ressourcen habe, die er sich wünscht. Schwupps. Das Alarmsystem im Körper wird aktiviert, die Chemikalien werden freigesetzt. MARRY HIM! Er wird Deinen Status sichern. Er wird Deinen Kindern ein gutes Leben auf Deinem eigenen Lebensstandard sichern können. Marry him! Zwangsläufigkeit.

Und wir Romantiker nennen es Liebe. Gelesen habe ich all das im Buch “Wer heiratet wen?” von Wolfgang Teckenberg. Dabei geht es aber noch weiter. So findet der Herr in seinen Studien heraus, dass bei deutschen Heiratsentscheidungen wohl nur noch 90,3 Prozent aufgrund der oben genannten Ressourcen zu erklären ist. Damit öffnet sich ein winzig kleiner Spalt. Romantiker aufgepasst. Zu 10% spielt hier auch der Zufall eine Rolle. ZUFALL - nicht Liebe. Oder könnte man diese Begriffe synonym verwenden.

Das erklärt dann aber auch die hohe Scheidungsrate in Deutschland. Mit der Zeit glauben wir nicht mehr zu lieben - dabei haben wir das ja soziologisch sowieso nie getan - weil die Zwangsläufigkeiten sich verwässern. Man gewinnt im Lotto und ist plötzlich auf das ökonomische Kapital des anderen nicht mehr angewiesen. Man liest den gesamten Brockhaus und ist so schlau, dass einem der Akademiker auf der anderen Seite des Tisches eigenartig dumm vorkommt. Oder man macht zufällig (wie sonst) das neue Szenelokal auf und trifft plötzlich alle A- bis E-Promis, sodass man auf all die tollen Kontakte desjenigen, der den gleichen Ring wie man selbst am rechten Ringfinger trägt, nicht länger benötigt. Und dann eben zwangsläufig (wie sonst) jemanden findet, der jetzt die neu kategorisierten Levels der drei Ressourcen erreicht. Schwupps. Zwangsläufig Scheidung. Zwangsläufig Neu-Ehe. Achja, und ein bisschen Zufall natürlich. (Weil wir vielleicht glücklicherweise nie im Lotto gewinnen und mit unserer einmal geschlossenen Zwangsläufigkeit zufrieden und verliebt verzufallt bleiben.)

Aber zum Glück gibt es auch im Zeitalter der Wissenschaftsherrschaft noch die Berufsromantiker. Die Lyriker. Und Essayisten. Die Philosophen (auch wenn manche davon ebenfalls nur verkappte Wissenschaftler sind) und Romanautoren. Und so haben auch sie eine Erklärung auf die ewige Frage:

Es ist, was es ist, sagt die Liebe

[erich fried]