zweischichtenmensa

October 30th, 2006

Und so schnell wird man von der Randgruppe zum Brennpunktthema. Ja, ich bin Unterschicht. Ich wusste es selbst nicht, deswegen hätte ich bei der Studie, die jetzt solche Furore macht, völlig falsch geantwortet und alles verfälscht.

Ich bin Prekariat. Und das alles nur, weil ich Vegetarier bin. Das klingt komisch, ist aber so. Herausgefunden hat das unser hochintelligente Studentenvolksmund. Wir haben nämlich eine Ober- und eine Unterschichtenmensa. Die praktischerweise auch ebenso angeordnet sind. Unten gibt es das preiswertere Essen - und da fällt das vegetarische eben rein - oben gibt es den Fisch, den Wok und die fetten Rouladen. Für einen Euro mehr. So klein kann der Unterschied zwischen Ober- und Unterschicht sein.

Abhängen kann man uns Unterschichtler aber - zumindest in diesem Fall - nicht. Denn wenn man uns an den Rand rückt, dann muss die Bonzenoberetage mit. Oder sie stürzt unwillkürlich ein. Außerdem lernt man auch in der Unterschichtenmensa sehr viel. Zum Beispiel war mir bisher nicht bewusst, dass auch Goethe Linkshänder war (ja, schon wieder eine Randgruppe, der ich angehöre. Nein, ich muss nicht prinzipiell überall mitmachen). So ist am Ende doch wieder alles gut.

legende vom glück ohne ende

October 28th, 2006

Wieder ein Roman in Berlin. Wie der letzte, Allerseelen. Wieder geht es um ungewöhnliche Liebe. Doch das Buch ist schon älter. Erzählt von der Ostseite des geteilten Berlins. Und ist auch sonst ganz anders. Ulrich Plenzdorfs “Legende vom Glück ohne Ende”, viele kennen sicher den Film “Die Legende von Paul und Paula”. Das ist sie wohl die Geschichte. Nüchtern, mit wenig wörtlicher Rede. Vielen Zeitraffern, vielen Rückblenden, wenig Gegenwartsmiterzählen. Die Sprache viel zweckmäßiger als bei Nooteboom, kaum Poesie, meist sehr einfach.

Und doch berührt das Buch. Da gibt es einen Ich-Erzähler, der in der Singerstraße wohnt. So wie Paul. Und so wie Paula. Und wie es bei besonderen Liebesgeschichten ist, finden sich die beiden zunächst nicht. Paul heiratet eine wunderschöne, aber dumme Frau. Paula bekommt ein Kind von einem Säufer, - und dann noch eins von einem Zirkusjungen. Dann finden sich Paul und Paula. -Um sich sofort wieder zu verlieren. Paula ist stur. Paul aber auch. Und wer wünscht sich nicht einen solchen Paul? Der ein halbes Jahr vor der eigenen Tür sitzt, um zu verhindern, dass ein anderer, ein alter, reicher Werkstattbesitzer, die geliebte Frau verführt - oder gar noch heiratet. Auf einem Lager aus Zeitungen harrt Paul aus. Lässt sich regelmäßig krank schreiben, geht regelmäßig vormittags - wenn Paula auf Arbeit ist - zur Krankengymnastik, und sitzt ansonsten vor der Tür. Und malt Herzen an Paulas Tür. Weil Paula nicht mit ihm redet. Weil Paula ihn nicht erhört. Bis er eines Tages Paulas Tür einschlägt und doch noch alles gut wird.

Zunächst zumindest, denn Paula wird wieder schwanger. Der dritte Kaiserschnitt wird tödlich enden, hatte Paulas Professor ihr prophezeiht. Doch sie will das Kind, in all ihrer Sturheit. Und sie stirbt. Ihr Junge überlebt und bleibt bei Paul. Doch für Paul ist Paula nicht tot. Er sieht sie um sich, redet mit ihr, geht mit ihr zur Arbeit und schläft neben ihr ein. Paula ist überall. Bis sie eines Tages wirklich bei ihm in der Kaufhalle auftaucht. Nur, dass sie plötzlich Laura heißt.

Und natürlich gibt es kein Glück ohne Ende. Deswegen wohl das LEGENDE im Titel. Zur Desillusionierung. Laura ist keine Paula. Sie liebt Paul, aber auf ihre Weise. Und die eine, die riesengroße Liebe, die kann es dann wohl auch nur einmal im Leben geben. So stimmt einen das Buch mit dem, zumindest auf den ersten Blick so hoffnungsfrohen Titel, mehr und mehr traurig. Weil man erkennt, dass man nicht zurückbekommen kann, was der Tod für immer nimmt. Dass die Lebenslüge, denn natürlich glaubt Paul Laura nicht, dass sie nicht eigentlich Paula ist, eben doch nie Wahrheit werden kann und dass man letztlich wohl ohne seine Truggestalt “Paulalaura” leben muss.

Und so geht auch Paul am Ende, verschwindet spurlos. Überwindet eine durch Laura zugezogene Querschnittslähmung und ist weg. Und auch sonst macht Paul eine große Wandlung durch. Als er Paula kennenlernt, hat er einen korrekten Job, für den er lebt. Er glaubt, was in der Zeitung steht und kennt alle korrekten Wörter und Redensweisen auswendig. Er ist angepasst. Mit Hemd und Krawatte, intakter Familie, perfektem Beruf. Er weist Paula zurecht, die ganz anders denkt. Sie sind in ihrem Denken Gegensätze. Der angepasste Paul, mit dem gut bezahlten Job, und die freidenkende Paula, die in der Kaufhalle Flaschen annimmt. Doch Paula verändert Paul. Und alles, was ihm während des Buches wiederfährt verändert Paul. Spätestens seit er Paulas Haus belagert. Bald arbeitet er auch in der Kaufhalle, trägt immer eine blaue Hose und einen grünen Pullover und lässt sich die Haare wachsen. Èr liest die Zeitung auf seine Art und lernt auch selbst das “Durch-die-Blume-sprechen”.

An manchen Stellen fragt man sich wirklich, wie dieses Buch durch die DDR-Zensur gekommen ist. Eher weniger als mehr wird da verschleiert kritisiert, der gewandelte Paul und die immer gleiche Paula nehmen kein Blatt vor den Mund - auch wenn sie die Kunst der Ironie beherrschen. Sehr oft lächelt und grinst man bei einigen Anspielungen. Und kann wieder nicht glauben, dass die DDR genauso war, wie man es heute stets zu hören bekommt. Immerhin hat sie so ein schönes Buch verlegen lassen - mit allen “kritischen” Stellen…und auch im kalten Kapitalismus glaube ich noch immer an das Glück ohne Ende.

ein freund von mir

October 28th, 2006

Zwei Welten treffen aufeinander. Die eine heißt Karl, die andere Hans. Der eine hat gerade einen Innovationspreis gewonnen, trägt Anzug und Krawatte und lebt in einer Wohnung mit atemberaubenden Blick über die Stadt. Der andere sucht gerade einen Job, trägt eine blaue abgetragene Weste und einen roten Pullover und fährt einen knallgelben Duff mit “Variomat-Getriebe” und kaputtem Schiebedach. Beide treffen sich aus verschiedenen Gründen bei einer Autovermietung. Beide kriegen den Job, Autos zu überführen.

Und während Karl, der lieber für sich allein, in Gedanken und mit geringstmöglichen Aneckungspunkten seine Tage gestaltet, Hans zunächst immer abblockt, ist dieser immer wieder um ihn herum. Erzählt ihm die abenteuerlichsten Sachen, schwärmt über Autos und über Frauen, bringt ihm Kaffee (”Hey, probier’ mal, habe ich erfunden”…) und bringt Karl bei, wie man wirklich Autos fährt. Für Hans ist sein Leben und die ganze Welt “das Topsste”. Und dann stellt er Karl seine Königin vor. Die heißt Stelle und ist dummerweise Karls Traumfrau.

Und so nimmt alles seinen Lauf. Die Freunde streiten sich, suchen sich, finden sich wieder. Stelle verschwindet nach Barcelona, aber nicht, ohne Karl vorher zu küssen.

Und man liebt diesen Film einfach. Weil er von Menschen erzählt, von denen man glaubt, dass es sie so gar nicht gibt. Prototypen, die der Welt vielleicht manchmal gut täten. Einem völlig verrückten Hans, der redet und redet und sein Leben immer mag. Egal, ob er Autos überführt oder Koffer am Flughafen durch die Gebäude fährt. Und der Karl, dem alles zu gelingen scheint, der aber in einer kalten Wohnung voller unausgepackter Umzugskartons wohnt und sein Leben nur mit sich ausmacht.

Und weil man Jürgen Vogel und Daniel Brühl alles glaubt. Man glaubt ihnen ihren Übermut, ihre Lebenslust und man glaubt ihnen ihre Trauer, ihre Wut, ihren Ärger. Man glaubt Hans die Tränen und Karl die Suche nach Hans.

Am Ende geht man ein wenig glücklicher aus dem Kinosaal. Weil es da mindestens zwei Menschen gibt, die die Welt ein bisschen fröhlicher und lebenswerter machen. Und gleichzeitig hasst man den Film ein bisschen. Weil er die Harmonie auf die Spitze treibt. Weil man weiß, dass einem selbst nie so etwas passieren kann. Dass einem niemand der Liebe willen nachreisen würde. Nach Barcelona. Wahrscheinlich nicht mal nach Leipzig. Es ist das HappyEnd, das man Karl und Stelle wünscht, das man ihnen glaubt, aber ihnen auch nicht verzeihen kann. Doch der Film bleibt, was er ist. Die Bilder bleiben hängen, die Musik jagt einen hinaus in die Nacht.

Ein Film, der bleibt. Und von dem es viel mehr Filme geben sollte. Der mit Klischees spielt, ohne abgedroschen oder durchschaubar zu werden. Der ein Leben vorlebt, das anders ist. Das aus durch die Nacht schreien, rückwärts so schnell wie vorwärts fahren und Zack-Boing-Spielen besteht. Das der Freundschaft eine Chance gibt, die Chance, dem anderen auch das Glück zu gönnen, dass man selbst gern hätte. Und man glaubt Hans, dass er das kann. Weil das Leben immer gerade im Moment am “toppsten” ist, egal was er gerade macht. Und vielleicht ist es auch diese liebenswerte Eigenschaft des Protagonisten, die diesen ganzen Film so besonders macht.

schicksal?

October 25th, 2006

Welch kläglich Los ward menschlichem Geschlecht:
Siech von Geburt, geheißen zu gesunden,
zum Herren geschaffen, doch der Schöpfung Knecht,
zwecklos gezeugt, doch nie des Zwecks entbunden.
Warum tut uns Natur solch zwiefach Walten kund,
Trieb und Vernunft, der Selbstentzweiung Grund?

[fulke greville]

geliebte sprache…?

October 23rd, 2006

Und da ist er wieder. Der Vorwurf. Universal. An alle. Wir lieben unsere deutsche Sprache nicht. Wir treten sie mit Füßen. Wir betteln die angloamerikanischen Erdenbewohner nahezu an, sie sollen uns doch bitte ein neues Wort schenken. Das ausgeklügelter, überraschender und einfach interessanter klingt. Eben cool, smart und easy. Und als wäre das den Deutschen noch nicht genug, schmücken sie sich auch noch unablässig mit schier unendlichen Fremdwörtern.

Alle Menschen sollen wissen, was in der Bibel steht, dachte sich Martin Luther bei seiner Bibelübersetzung vor 500 Jahren. Heute wäre er damit schon wieder unten durch. Eine Bibel in lateinischer Sprache, das wäre heute wieder schick. Ein Statussymbol. Geld allein macht es nicht, auch wortreich muss es inzwischen in Deutschland zugehen.

So tönen die Klagen von allen Seiten. Vereine zum Erhalt der deutschen Sprache, Fremdwortverweigerer, Poeten. Doch all das nutzt nichts. Die deutsche Sprache bleibt, was sie ist. Doch das Grundproblem ist doch ein ganz anderes.

Es passiert jeden Tag auf der Straße. “Wem gehört’n das Auto da?” “Na das ist doch dem seins?” - Wie bitte? Dem seins ist wahrscheinlich die allergrößte Verstümmelung der deutschen Sprache überhaupt. Genau wie die Angewohnheit “wegen Dir” statt “Deinetwegen” zu sagen. Und, was sagt der Verein zum Erhalt der deutschen Sprache hierzu? Wer liebt seine Sprache jetzt weniger?

Manch Lieblingslied möchte man nicht mehr verschenken oder singt es um, wenn es im Radio läuft. Liebesbrief von Thomas D. Das Spiel von Anett Lousin. Wegen Dir von den Ärzten. Überall ein “wegen Dir”. Doch umgesungen reimt es sich leider nicht mehr. Und niemanden stört es.

Was tut am Satz “Wem sein Computer ist das?” eigentlich weh? Und wieso muss man sich schief von der Seite angucken lassen, wenn man die Leute darauf hinweist, dass es “als” und nicht “wo” heißen muss. Soll man die eigene Sprache nun lieben und in Ehren halten oder nur vor exportierten Begriffen schützen?

Wem seine Schuld ist’s denn nun? …

rotgelbrascheln

October 22nd, 2006

Living is easy with eyes closed
misunderstandig all you see

Ja, das haben sich die Beatles sehr einfach vorgestellt. Es ist gar nicht so einfach, nichts mehr verstehen zu wollen, was man nicht mehr sehen will. Und die Augen immer zu haben, ist auch schwierig. Die Welt ist so voll, es gibt soviel zu verpassen.

Und so freut man sich über jeden Tropfen Sonne, den der Herbst noch über unserem Garten ausschüttet. Der es uns erlaubt, auch Ende Oktober noch auf dem Rasen Karten zu spielen und Kaffee zu trinken. Und der soviele Farben schickt. Gelbe und rote Blätter lassen die Umgebung für wenige Wochen wie das Paradies selbst erscheinen. Die letzten Blumen blühen noch, der Himmel sieht noch sommerblau aus. Und man mag gar nicht dran denken, dass das alles bald schon wieder vorbei ist.

Always know sometimes think it’s me
but you know I know and it’s a dream

It’s a dream. Und dann kneif ich doch lieber die Augen zu. Konserviere das sommerblaue Rotgelbrascheln und freu mich auf den Frühling.

Nothin is real
Strawberry fields forever…

fahrplanänderung

October 19th, 2006

Es ist als sei ich noch nie hier gewesen. In der Großstadt. Als sähe ich sie zum ersten Mal. Mit ihren Ecken und Kanten, ihren Straßen und Gassen, ihre Häusern und Palästen. Und das alles nur, weil ich ein anderes Fortbewegungsmittel benutze. Ausbreche. Nicht mehr an Schienen und die immergleichen großen Straßen gebunden bin. Kein zerkratztes, beschlagenes oder verschmiertes Glas versperrt mir die Sicht. Kein Blech nach oben. Kein Blech nach unten.

Was früher ein hässliches Haus war, wird plötzlich ein schönes Haus. Man erkennt die filigranen Arbeiten, die gereimten Worte, verwittert, aber noch lesbar, über dem längst nicht mehr benutzten Eingang. Sonnenblumen und Efeu ranken sich um manches eingeschlagene - und tot daherblickende Fenster. Wie schön müssen all die Häuser mal gewesen sein… Und dann sieht man sie so, wie sie vielleicht gewesen sind - und heute sein könnten, wenn die Wahl des Zufalls bei der Renovierung auf sie gefallen wäre.

Und man sieht auch den Rest der Welt ganz anders. Erkennt die gravierenden Unterschiede in den Bewegungen der Menschen, die die gleiche Stadt ihre Heimat- oder zumindest ihren Aufenthaltsort nennen - aber ansonsten wohl nicht recht viel gemeinsam haben. Die einen gehen forsch und zielsicher, die anderen schlendern, die nächsten bummeln, das eine Rad rast, das nächste torkelt ein wenig, überrollt die rote Ampel oder bleibt gelassen stehen. Man sieht in der eigenen Geschwindigkeit zu. Es gibt keinen Ruck, niemand bestimmt meine Haltestelle. Nur ich allein.

Und nachts. Nachts schläft die Großstadt genauso idyllisch, wie es meine liebenswerte Kleinstadt tut. Das Rattern des Dynamos hallt in den langen, verlassenen und nur schwach beleuchteten Straßen so laut, dass man den Eindruck hat, jeder Anwohner müsste davon aufwachen. Vereinzelt bellt ein Hund, quietscht ein Auto, wird eine Tür geschlossen. Aber eigentlich sind da nur mein Fahrrad, die Sterne, die Schlaglöcher, die traurigen Häuser mit den Efeuranken und ich. Ich muss nicht warten, wenn ich nicht warten will. Ich kann aber. An einem Haus anhalten, an einer Wiese, an einer Bank. Kann die Sterne ansehen oder die gelb schimmernden Ahornblätter, ins Halbdunkel einer Großstadt gehüllt.

Und am nächsten Morgen lebt alles wieder. So, als wäre es nie still gewesen, poltert, quietscht und summt es. In der Großstadt. Die jeder anders kennt, jeder anders sieht. Und trotzdem hört es sich nicht wirklich wie Lärm an, auf meinem Fahrrad. Sondern einfach wie Leben. Und ich bin mittendrin. So oft, so schnell und solange ich will…

(miss)verstand?

October 19th, 2006

An der Mauer geklagt
über die Grenze geschossen
geheult und geflucht und
die Falschen getroffen.

Das Leben ist hart
- oh ja, es ist Krieg -
wie hoch muss der Berg sein
den der Hass sich erstieg

Zu taub für die Worte
- auch für Explosionen?
Wofür all die Trümmer,
wozu soll der Tod lohnen?

Sie hier. Sie dort.
Dazwischen eine Wand
Die UN läuft Streife
doch niemand ergreife
des anderen Hand
oder erhebe das Wort.

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17.10.06 by me /Vielen Dank an amo für die Anregung

vom leben farbe gekriegt

October 17th, 2006

Die Augen leuchten ganz blau in die Runde
so blau wie der Himmel zur Abendstunde
Die Lippen ganz rot, nur die Stirne blass
weil jemand zu kurz in der Sonne saß

Die Haare glänzen golden und spielen mit dem Licht
ganz so, als ob sich Weltenglanz selbst darin bricht
die Seele funkelt bunte, das Herzlein blutrot
als ob der Liebe niemals ein Donnerwölkchen droht

Hellgrün schwingt das Lachen, im Winde es wiegt
Mensch - hast Du vom Leben wieder Farbe gekriegt.

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16.10.2006 / (c) lebenslinien

großstadtflimmern

October 10th, 2006

Zurück in der großen Stadt ist es, als sei man nie weggewesen. Soviel Sonne hat sie für mich übrig. Und ab sofort bin ich endlich Fahradfahrer. Pfeifend, grinsend, verfahrend, aber glücklich.

Soll der Winter doch kommen, wir retten uns schon. Gestern Schillers Don Carlos angefangen, Mitbewohners Zellkulturen aus dem Kühlschrank entfernt und zusammen gekocht. Endlich zu mehrt sein in der Wohnung. Und nicht mehr allein sein. Nein, nein.

Soll es doch Adjektive regnen, Herr Martenstein. Sie fallen uns schon nicht auf den Kopf. Und außerdem. “Sonnig”, “glücklich”, “bunt”, “besonders”…kann man doch ruhig sammeln. In den Gepäckträgerkorb setzen und sie behalten. Kann man sicher immer mal brauchen.

Lang lebe die Welt, Uni fängt erst nächste Woche an. Ätsch.